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Organisation

 

Was ist das JeT - Kompetenzzentrum?

„JeT – Jugend entdeckt Technik“, eine Initiative des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) und der Landesschulbehörde Abteilung Hannover, unterstützt die Schülerteams dieser Region gemeinsam mit dem Institut für Werkstoffkunde der Leibniz Universität Hannover. Zu diesem Zweck wurde am Produktionstechnischen Zentrum (PZH) in Garbsen ein Kompetenzzentrum ins Leben gerufen. Die Schüler werden hier fachlich bei der Entwicklung, Konstruktion und Fertigung der Autos unterstützt. Zudem können sie ihre kleinen Boliden im Windkanal und auf der 25 m langen Rennstrecke auf Testfahrt schicken.

Unterstützung erhalten die Teams außerdem von Jugendlichen, die bereits in den letzten Jahren am Wettbewerb teilgenommen haben und zukünftig als Ansprechpartner für Einsteiger zur Verfügung stehen werden.

Was fällt in unseren Aufgabenbereich?

  • Beratung beim Aufbau eines F1 in der Schule Teams
  • Tipps bei der Konstruktion mit dem Software-System
  • Einwöchige Intensiv-Betreuung des Teams bei der Produktion ihres Rennwagens (Fräsen, Lackierung, Montage der Räder etc.)
  • Bereitstellung einer 25m langen Rennbahn und eines Windkanals zum Testen der Boliden
  • Bereitstellung der Konstruktionswerkstoffe (Balsaholz, Reifen etc.)
  • Beratung bei Fragen rund ums Marketing, der Außendarstellung und -wirkung des Teams
  • Beratung beim Projektmanagement
  • Nutzung des Jet-Kompetenznetzwerks und der Jet-Homepage zur Interaktion mit anderen Teams

Was fällt in Euren Aufgabenbereich?

  • Teamplanung und -organisation
  • Anfertigung der Konstruktion des Rennwagens mithilfe des Software-Systems
  • Lackierung
  • Projektmanagement inkl. Dokumentation der Prozessschritte (von der Idee bis hin zum Wettbewerb)

Wettbewerb

Was ist Formel 1 in der Schule?

Im Rahmen des Wettbewerbs „Formel 1 in der Schule“ bilden Jungen und Mädchen im Alter von 11 bis 18 Jahren ein drei- bis sechsköpfiges Schulteam. Gemeinsam arbeiten sie an der Entwicklung und Fertigung eines CO2-angetriebenen Formel 1 Rennwagens im Miniaturformat, den sie anschließend bei nationalen und vielleicht sogar bei internationalen Wettbewerben gegen andere Teams ins Rennen schicken. Die schnellsten Flitzer liegen bei einer 20 Meter langen Bahn knapp über einer Sekunde.

Mit Hilfe moderner CAD/CAE/CAM-Software (insb. Solid Edge) müssen die kleinen Flitzer in 3D modelliert und konstruiert werden. Spezifische Kenntnisse in den Bereichen der Physik, der Aerodynamik und der Fertigung können sich die Jugendlichen auf diesem Wege aneignen. Gefertigt werden die Boliden im Anschluss auf einer für den Lehrbetrieb ausgelegten Fräsmaschine.

Dabei wird nicht nur die Technik der Fahrzeuge bewertet, sondern auch andere Kriterien spielen eine Rolle. Die Teams müssen eigene Sponsoren akquirieren, eine Finanzplanung aufstellen und sich um ihr Teammarketing (z.B. Außendarstellung und Medienarbeit) kümmern. Dies erfordert eine ausführliche Projektplanung und die Verteilung von Rollen und Verantwortungsbereichen im Team.

Die Rollen im Team

Ein Team bekommt die Aufgabe den schnellsten mit CO2-angetriebenen F1 Rennwagen zu konstruieren, zu bauen und gegen andere ins Rennen zu schicken. Jedes Teammitglied erhält eine Aufgabe, die sich nach seiner Rolle im Team richtet. Abhängig von der Anzahl der Team-Mitglieder kann eine Person auch verschiedene Aufgabenbereiche bzw. Rollen übernehmen.

Die folgenden Rollen müssen von den Teammitgliedern besetzt werden:

  1. Teammanager (höchstens eine Person) Der Teammanager ist verantwortlich für seine Mannschaft, insbesondere dafür, dass die Terminplanung und somit auch das rechtzeitige Fertigstellen des Rennwagens bis zum Wettbewerb eingehalten wird. Die Zusammenarbeit zwischen den Team-Mitgliedern und mit ihrem Teamchef verläuft eng und erfordert viele Absprachen, Hilfestellungen und gemeinsames „Anpacken“.
  2. Ressourcenmanager (höchstens eine Person) Die Hilfsmittel und Materialien bereitzustellen ist Aufgabe des Ressourcenmanagers. Zudem soll er ein Marketing-Konzept erstellen und insbesondere für die Außenwirkung des Teams und dessen Darstellung mit Hilfe von Präsentationen sorgen.
  3. Produktionsingenieur (höchstens zwei Personen) Der Produktionsingenieur informiert die Teammitglieder über die Anforderungen an den Rennwagen aus produktionstechnischer Sicht. Zusammen mit dem Konstrukteur berät er über die mögliche Fertigung des Wagens auf Basis von Entwürfen.
  4. Grafikdesigner (höchstens eine Person) Der Grafikdesigner setzt sich mit Gestaltungsfragen auseinander. Zum einen ist er verantwortlich für die Farbgebung des Fahrzeuges sowie die Darstellung und Positionierung der Sponsoren-Logos. Zum anderen übernimmt er die gestalterischen Teilbereiche bei der Erstellung und Umsetzung des Marketing-Konzepts. Der Grafikdesigner arbeitet daher sowohl eng mit dem Konstrukteur (Platzierung der Logos auf dem Rennwagen) als auch mit dem Ressourcenmanager (Marketing-Konzept) zusammen.
  5. Konstrukteur (höchstens zwei Personen) Der Konstrukteur übernimmt die Verantwortung für die Gestalt, die Festigkeit und die Aerodynamik des Wagens. Um eine fertigungsgerechte Konstruktion des Rennwagens zu gestalten, arbeitet der Konstrukteur eng mit dem Produktionsingenieur zusammen.

Das Regelwerk

Um weltweit identische Bedingungen im Wettbewerb zu gewährleisten, existiert ein ausführliches Regelwerk und eine gekürzte Übersicht. Da im Augenblick einige Änderungen für die kommende Saison 2008/09 vorgenommen werden, wird an dieser Stelle auf die Seite des Veranstalters verwiesen, der die neue Deutsche Fassung des Regelwerks schnellstmöglich zum Download freigibt. 
http://www.f1inschools.de/

Das Regelwerk für die Teilnahme an Regional- und Bundeswettbewerben sowie der "F1 in Schools" Weltmeisterschaft in Kurzfassung:

  • Das Team muss aus mindestens 3, höchstens 6 Teilnehmern bestehen.
  • Je Schule können bis zu 3 Teams gemeldet werden. Das Team muss ein 3D-CAD-System, am besten Solid Edge verwenden, um die Entwürfe zu erstellen. Der fertige Entwurf muss bei der Meldung zum Wettbewerb im Solid Edge Format auf Datenträger abgegeben werden. Dem Team wird bei Bedarf Solid Edge kostenlos zur Verfügung gestellt, siehe registrieren. Das Team muss eine CNC-gesteuerte Fräsmaschine zur Fertigung der Wagen anhand der mit CAD erstellten Geometrie verwenden. Empfohlen wird die 3-Achsen Fräsmaschine Denford-MicroRouter oder eine ähnlich leistungsfähige 2,5- oder 3-Achsen Fräsmaschine.
  • Der Wagen muss aus einem vorgegebenen, einzigen Balsaholz-Rohling aus dem Vollen gefräst werden. Die Abmessungen des Rennwagenkörpers sowie der Räder müssen den Vorgaben entsprechen. Bitte diese Vorgaben penibel genau einhalten.
  • Der Wagenkörper muss mit einem qualitativ hohen Anstrich versehen werden. Handarbeit ist in Grenzen zu halten. Bei der Regional- und Bundesmeisterschaft müssen zwei identische Wagen eingereicht werden. Bei den Bundesmeisterschaften wird zusätzlich ein Wagen für die Dauerausstellung eingereicht.
  • Jedes Team muss eine Präsentationsmappe einreichen, welche die Ideenfindung, deren Weiterentwicklung zu den Konstruktionen und deren Tests dokumentiert.
  • Die Präsentationsmappe muss die orthogonalen Ansichten sowie eine 3D - Darstellung des Rennwagens enthalten, die mit dem 3D-CAD-System erstellt wurden. Die Mappe muss ferner das 3D-Modell auf Datenträger (CD oder DVD) enthalten.
  • Jedes Team muss ein Spezifikationsblatt erstellen, welches beim Wettbewerb zur Ansicht ausgestellt wird.
  • Jedes Team muss einen Kurzvortrag zur Vorstellung der eigenen Arbeit vorbereiten und halten.

Software und Support

Die zur Konstruktion benötigten Software-Systeme erhaltet ihr vom Veranstalter nach der Registrierung. Alles was ihr braucht ist auf dem kostenlosen Starter-Kit 2008/09 enthalten.

Die DVD, die Euch per Post zugeschickt wird, beinhaltet die CFD Software F1 VWT MK4, die 3D CAD Software Solid Edge V20 mit Beispiel-Dateien, das CNC Programmiersystem QuickCAM 3D und das Reglement auf Englisch sowie Video-/Fotomaterial der letzten beiden Jahre.

Erklärungen zu den einzelnen Programmen und Hilfe bei der Anwendung erhaltet ihr auf folgenden Seiten:

http://www.f1inschools.de/wettbewerb/software/

 

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